3
Jan
2005

Selbstgebackene Literatur - Teil 1 - Ferienanfang

Ersteinmal all meinen zahlreichen Lesern ein gutes neues Jahr.
Und nun rasch zu meinem neuen Projekt. Motiviert durch Webcomics, die ich las, vor allem Sluggy Freelance und Wigu, erstark in mir der Gedanke, so was willst du auch machen. Sehr zu meiner Betrübnis musste ich jedoch feststellen (und das ging ohne Probieren), dass ich leider gar nicht zeichnen kann.
"Ha!", dachte ich mir und hatte gleich zwei Geistesblitze auf einmal, "machst du halt einen Webcomic ohne Bilder (also eine Fortsetzungsgeschichte) und (und das war der zweite Einfall) bindest deine seltenen Träume auf dezente Weise ein." Und so wird's nun gemacht. Wer kommentieren möchte kann das gerne tun und auch einzelne Kleinigkeiten monieren. Es kann dann allerdings sein, dass ich den Artikel dementsprechend ändere, also: Nehmt Abstand von diesbezüglicher Verwirrung.

Um sich umzusehen, blieb Oge stehen und widerstand so dem Gruppenzwang mit den anderen, meist jüngeren Schülern dem Pfad hangabwärts zu folgen. Immer neue Grüppchen kamen von hinten - rennend oder schnell laufend. Sie redeten und riefen aufgekratzt, aber fröhlich, denn es waren Ferien und unten im Tal am Ende des Waldpfades warteten das Haupthaus und der See auf sie.
Oge sah sich nach einem Platz zum Übernachten um. Links von ihm direkt am Wegesrand war auf vier in den Boden gerammten Stöcken ein von der Witterung nur äußerlich mitgenommenes, rot-weiß gestreiftes Leinentuch gespannt. Der Boden darunter war jeglichen Geästs und Gestrüpps befreit, annähernd waagerecht und trocken.
Ein ausgezeichneter Platz dachte sich Oge, noch immer auf dem Weg stehend. Die Schnelligkeit mit der er seine Suche beendet hatte, überraschte ihn noch immer. Doch als er sich langsam, beinahe vorsichtig, den Weg der Stätte näherte, erschien plötzlich Diremius und seine Anhängerschaft, und sie nahmen zielstrebig, ganz ohne Oge zu beachten, das Zelt in Beschlag.
Dieser Platz kam also nicht mehr in Frage. "Da gehöre ich nicht dazu.", dachte sich Oge, leicht wehmütig, doch ohne die geringste Motivation dies zu ändern. Also hieß es einen anderen Platz zu finden. Noch immer herschte auf dem Weg eine hektische Betriebsamkeit.
Gegenüber von dem nun verlorenen Rastplatz führte ein Weg parallel zum Hang tiefer in den Wald. Er war gesäumt von weiteren Lagerplätzen und auch hier hatten schon viele ihren Weg hin gefunden und breiten ihre Decken über dem festgestampften Erdboden aus. Oge folgte dem Weg, doch alle Plätze, die er sah, waren belegt. Er hatte sich zu lange aufgehalten, war nicht schnell genug gewesen.
Immer wieder das gleiche Bild. Leute besetzten Lagerplätze gerade vor seiner Nase, er war jetzt schon dem Pfad hinab gefolgt und hatte auf weiteren Querpfaden gesucht, doch es war immer das Gleiche. Langsam keimte Verzweiflung in ihm auf: "Was, wenn ich keinen Lagerplatz finde. Ich könnte mich beim Ferienrat melden, doch allein der ganze Aufwand, der dann um mich getrieben. Oder ich frage jemand, aber was, wenn sie mich nicht wollen und es nicht richtig sagen können. Dann drucksen sie rum, ich weiß nicht was sie meinen..."
Oge wurd' es zu viel, er machte kehrt ging den Hügel hinauf und ging in die nun fast menschenleere Stadt zurück.

27
Dez
2004

Frohe Weihnachten

Meiner Vielzahl an Lesern wünsche ich zumindest so schöne Weihnachten, wie ich sie hatte, eine ähnlich freundlich gestimmte Feiergesellschaft und mindestens so erquickliches Geschenktes.

Musikalisch dargebotener Amoklauf

Der Amoklauf eines Schülers gegen Mitschülerin, Lehrerin und Richter und als Waffe ein silberner Hammer. Nett, und das Ganze vorgetragen in einem harmlosen Singsang...
Und ich hatte in meiner Hoffart (jey, Archaismus) gedacht, schon alles Interessante der Beatles vor einigen Jahren gekannt zu haben...

22
Dez
2004

Bildblog

Jaja, wahrscheinlich sind die Besucher dieser Seite so Web-gebildet, dass sie auch schon die Seite des bildblog kennen. Aber ich möchte trotzdem nochmal dafür werben. Diese ambitionierten Leute finden doch annähernd täglich etwas zumindest Merkwürdiges in der großartigen Zeitung BILD. Beinahe unentbehrlich für ein bißchen mehr Durchblick in unserer sog. Medienlandschaft.
Manchmal bekommt es sogar einen surrealen Touch, wenn man sich denkt: "Nein, so dreist können die doch nicht sein."

20
Dez
2004

Volkswirtschaftler gesucht

Völlig unverständlich ist mir das Argument, dass durch Steuersenkung gekoppelt mit geringeren Sozialleistungen der Konsum gesteigert werden soll.
Denn die Leute haben dann ja zwar mehr Geld, müssen das dann aber wieder für private Was-auch-immer-Versicherungen ausgeben. Außerdem erzeugt die ganze Unsicherheit während der Umstellung doch bestimmt auch kein übermäßig konsumfreudiges Klima. (Das gerade jetzt in der Weihnachtszeit anzubringen ist vielleicht nicht ganz so anschaulich.)
Wenn man stattdessen die Steuern noch anheben würde, dann aber auch die sozialen Sicherungen und Leistungen ausbauen würde, würde dann nicht eine ganz neue Käuferschicht zum konsumieren bewegt.
Volkswirtschaft ist schon was sehr merkwürdiges und diese Konsumfixierung auch irgendwie fragwürdig.

17
Dez
2004

Wähle deine Religion

Manchmal habe ich noch ein bißchen Zeit und dann lese ich tatsächlich mal die Plakate, die allenthalben in der Uni aufgehängt sind. Besonders nett: Im Foyer im 46er die Plakate der Buddhisten und der Muslime (für alle Spitzfindigen: Es handelt sich natürlich nicht um Aussagen aller Buddhisten/Muslime, sondern um Plakate diesen Religionen angehöriger Studentengruppen, deren Name ich jetzt nicht mehr weiß).
Wenig verwunderlich kommen die Buddhisten eher spirituell, mystisch daher mit: "Auch du bist ein Buddha!"
Anders hingegen die Muslime: Sie beweisen lieber, dass im Koran schon neusten wissenschaftlichen vorgegriffen wurde. Mein Lieblingsbeispiel: Allah straft (und hier weiß ich nicht mehr, wofür diese Strafe war) damit, dass er die Haut verbrennen lässt, dann die Haut wieder neu erstellt und sie dann wieder verbrennen lässt. Dazu wird erklärt, dass die Haut die meisten Sinneszellen hat und es daher weniger effektiv wäre, das Gewebe unter der Haut zu verbrennen, wenn man maximalen Schmerz erreichen möchte. Brilliant gemacht!

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